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20. September 2026

Mozarts „Jupiter“ mit historischer Klangsprache in Triest

Ton Koopman kehrt am 24. September an das Pult des Teatro Verdi in Triest zurück. Gemeinsam mit dem Pianisten Francesco Piemontesi und dem Orchester des Hauses widmet sich der niederländische Dirigent ausschließlich Mozart: Auf dem Programm stehen die Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“, das Klavierkonzert Nr. 25 und die „Jupiter“-Sinfonie.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Das Teatro Verdi Trieste
Das Teatro Verdi Trieste | © mit freundlicher Genehmigung des Teatro Verdi Trieste, Foto: Fabio Parenzan

Mainz/Triest - Ton Koopman führt am 24. September im Teatro Verdi in Triest durch einen Abend, der vollständig Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet ist. Der niederländische Dirigent trifft dabei auf den Schweizer Pianisten Francesco Piemontesi und das Orchester der Fondazione Teatro Lirico Giuseppe Verdi di Trieste. Das Konzert ist Teil des Festivals „Il Faro della Musica“ und zugleich das zweite Konzert der neuen symphonischen Saison.

Den Auftakt bildet die Ouvertüre zu Die Zauberflöte. Mozart verbindet darin die feierlichen Dreiklangakkorde des Beginns mit kontrastierenden, bewegten Abschnitten und führt unmittelbar in die Klangwelt seines letzten Singspiels. Das Vorspiel gehört zu den letzten Instrumentalwerken, die er für Die Zauberflöte komponierte.

Anschließend übernimmt Francesco Piemontesi den Solopart im Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur KV 503. Das 1786 entstandene Werk gehört zu Mozarts letzten Wiener Klavierkonzerten. Die Partitur löst sich dabei vom traditionellen Modell eines vom Orchester begleiteten Solisten: Das Klavier entwickelt sich in einen engen Dialog mit einem eigenständigen und klanglich gewichtigen Orchester.

Den Abschluss bildet die „Jupiter“-Sinfonie KV 551, Mozarts letzte Sinfonie. Sie entstand im schwierigen Sommer 1788 und verbindet die festliche Wirkung des C-Dur mit einer außergewöhnlich dichten musikalischen Architektur. Vor allem das Finale mit seiner kontrapunktischen Verarbeitung macht die formale Konstruktion selbst zum Motor der Musik.

Für Koopman ist Triest zugleich eine Rückkehr an ein vertrautes Pult. Als Dirigent, Organist und Cembalist gehört er seit Jahrzehnten zu den prägenden Interpreten der historischen Aufführungspraxis. Sein Mozart-Abend trifft auf ein Haus, das nach einer sorgfältigen strukturellen Restaurierung seine symphonische Saison deutlich verlängert hat. Erstmals seit Jahren reicht sie von September bis Mai und umfasst elf Konzerte.

Das Konzert verbindet damit einen internationalen Gastdirigenten mit dem neuen Profil des Teatro Verdi. Auf die Eröffnung mit Francesco Lanzillotta am 20. September folgt mit Koopman ein vollständig Mozart gewidmeter Abend. Zugleich setzt die Saison einen Schwerpunkt auf Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, die bei vielen Konzerten jeweils den Auftakt bildet.

Mozarts Musik erscheint in Triest damit in drei unterschiedlichen Formen: als Opernouvertüre, als dialogisches Klavierkonzert und als große symphonische Schlusssteigerung. Koopmans Rückkehr gibt diesem geschlossenen Mozart-Programm den musikalischen Rahmen.